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Presseberichte 2011

Diese Berichte stehen zur Auswahl (bitte anklicken, um direkt zum Bericht zu springen):

2011

Presseberichte 2011

Teilnahme am Festumzug des Musikvereins!

Auch der Heimatverein hat sich beim Festumzug beteiligt. Das Motto lautete "Historische Kleidung". Viele verschiedene Kleider konnten von den Zuschauern des Festumzugs bestaunt werden. Wir waren ein wahrer Augenschmaus für alle die dem Geschehen folgten.

Viele der Kleidungsstücke wurden von unserem Gründungsmitglied Irmgard Gassner nach historischen Fotografien nachgeschneidert. Hierfür bedanken wir uns bei Irmgard. Danken möchten wir auch den Teilnehmenden, die diese Gruppe so lebendig gemacht haben.
Die Vorstandschaft.

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Ferienprogramm 2011

Auch dieses Jahr hat sich der Heimatverein wieder am Ferienprogramm beteiligt. Nachdem man sich am Bahnhof getroffen, alle Namen notiert und die Gruppen eingeteilt hatte ging es mit dem Zug nach Mannheim. Zum Glück haben alle einen Sitzplatz bekommen und so packten einige schon ihr Vesper aus.

In Mannheim ging es nach einem kurzen Fußmarsch mit der Straßenbahn weiter ins Planetarium. Dort unternahmen wir eine Reise die uns 13 Millionen Lichtjahre von der Erde wegführte und uns einen gigantischen Blick auf die einzelnen Planeten und Sterne zeigte. Aber auch die einzelnen Sterne, die wir Nachts am Himmel sehen wurden uns erklärt, der große Wagen, der Polarstern und unsere Sternzeichen waren zu sehen. Nach 80 Minuten waren wir wieder in Mannheim gelandet und mussten uns erst wieder an das Tageslicht gewöhnen. Nun mussten wir wieder in die Straßenbahn steigen und Richtung Schloss fahren. Doch vorher gab es eine kleine Stärkung die uns von unserem Versorgungsauto vor der Schlosskulisse gereicht wurde.

Hier war es das Mannheimer Schloss, eine große Barockanlage, die nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Hier wurde uns die Geschichte der Kurpfalz und des Großherzogtums Baden in den Räumen von damals erzählt, Thronsaal, Speisesaal, Kaiserzimmer und die Räume der Großherzogin Stephanie, die das Mannheimer Schloss als Witwensitz bewohnte. Nach der Gründung des Landes Baden ist Mannheim eine badische Stadt. Sie bescherte Mannheim wieder eine Blütezeit. Nach dem Bestaunen der Wandteppiche, dem kostbaren Mobiliar und den unzähligen Fragen der Kinder wandelten wir wie Prinzessinnen und Prinzen durch das Schloss. Obwohl man den Worten der Schlossführer noch lauschen konnte, mussten wir schon wieder die Heimreise antreten. Glücklich und vollzählig sind wir in Kronau wieder angekommen.

Danke an die Gemeindeverwaltung, die mitfahrenden Helferinnen und Helfer, das Versorgunsauto und natürlich an euch Kindern. Wir wünschen euch noch schöne und erholsame Ferien.
Thorsten Moch

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Backofen beim Forsthaus erstmals in Betrieb

(von Frieder Scholtes) Seine „Feuertaufe“ unter realen Bedingungen bestand der vom Heimatverein im Forsthaus Areal neu gebaute Backofen mit Bravour. Erstmals sollte richtiges Brot gebacken werden. Und dazu sicherte man sich den Beistand des erfahrenen Bäckermeisters Klaus Hartard, der auch gleich den Teig für drei große Brot-Laibe mitbrachte.

Wie es sich gehört wurde der Teig in den Original-Backformen angeliefert und von den fleißigen Helfern des Ofenbauers, Rainer Keppelen und Josef Wittek, „eingeschossen“.

Zuvor wurde der Ofen natürlich auf Temperatur gebracht, indem auf der Backfläche ein Holzfeuer entzündet wurde das, nachdem der Ofen seine Temperatur erreicht hatte, von den Brandrückständen wieder gesäubert wurde.

Für die leckeren Zimt- und Apfel- Blechkuchen, die anschließend fleißige Hobbybäckerinnen zum Backhaus brachten, musste der Ofen erst auf ca. 100 Grad „herunterkühlen“.

Das inzwischen knusprige Brot wurde jedoch erst einmal aus dem Ofen geholt und nachdem die Qualität geprüft war ein erster Laib an Bürgermeister Jürgen Heß ausgeliefert. Da dieser ein Chef ist, der teilen kann ließ er auch seine Belegschaft an dem köstlich krossen Backerzeugnis teilhaben.

Zu bemängeln war nur eines: Es fehlte das „Knätzl“, das früher entstand, wenn die Brote beim Backen dicht aneinander lagen. Dazu war, bei nur drei Broten die Backfläche zu groß. Man wird dies bei künftigen Backtagen beachten müssen, denn früher waren die „Knätzlin“ die Beute für diejenigen, die das frische Brot beim Bäcker mit dem Leiterwagen abholten.
 

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Heimatverein setzt Beschluss der Hauptversammlung um

(von Frieder Scholtes) Der überdimensionale Scheck, den der Vorsitzende des Heimatvereins Kronau Josef Wittek mitgebracht hatte, war nur für den Fotografen. Wichtiger ist die Überweisung der 1.000 Eurospende durch den ebenfalls anwesenden Hauptkassier des Heimatvereins Nico Vurnik auf das Spendenkonto der Pfarrgemeinde.

Pfarrer Bernd Kempf bedankte sich beim Heimatverein für die großzügige Gabe und hoffte auf viele Nachahmer, zumal er auf die Großmut seiner Pfarreiangehörigen weiterhin angewiesen ist.

Er plauderte mit den beiden Vorstandsangehörigen, wobei Nico Vurnik in seiner Eigenschaft als Mitglied des Pfarrgemeinderats, die Sorge des Ortsgeistlichen um die Finanzen für das Großprojekt teilte. Pfarrer Kempf erwähnte dabei, dass der ursprüngliche Kostenrahmen wohl nicht zu halten sei. Kaum sei man die Sanierung angegangen und hatte das Gemäuer aus Naturwerkstein überprüft wurde klar, dass die Schäden, durch eindringendes, anschließend gefrierendes und dadurch Teile des gelben Sandsteins weg sprengendes Wasser, viel größer waren als angenommen.

„Die Schuttmengen, die die Arbeiter nach unten transportierten wurden immer größer, da ahnten wir schon, was auf uns zukommen könnte. Eine Nachbesserung ist unausweichlich, der Finanzierungsrahmen muss neu ausgelotet werden“, sagte Pfarrer Kempf.
Aber trotz der Hiobsbotschaft sind sich alle mit der Renovierung betrauten Personen einig: Die Reparaturen mussten sein, denn man konnte nicht riskieren, dass Kirchenbesucher durch vom Turm herabstürzende Gesteinsbrocken gefährdet worden wären. Wenn alle so großzügig auf unsere Sorgen eingehen wie der Heimatverein“, so hofft der Seelsorger, „werden wir auch eine Kostensteigerung in den Griff kriegen.“ Bernd Kempf gab sich zwar zuversichtlich, die Sorgenfalten allerdings waren nicht zu übersehen.

Wohlwollende Spender, denen der Erhalt des Kirchturms ebenfalls eine Herzensangelegenheit ist, mögen ihren Obolus bitte auf das Konto 7060122, BLZ 66350036, bei der Sparkasse Kraichgau überweisen.

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Neueste Errungenschaft des Heimatvereins: Ein Original Mähdrescher der Firma Lanz aus dem Jahr 1957

10.05.2011
(von Frieder Scholtes) Der Vorsitzende des Kronauer Heimatvereins Josef Wittek, öffnete das große Scheunentor des Forsthausareals und präsentierte die neueste Errungenschaft des Heimatvereins: Einen Original Mähdrescher der Firma Lanz aus dem Jahr 1957, den der einheimische Nebenerwerbslandwirt Hermann Just praktisch frisch vom Band weg erworben hatte. Der MD 18 S wie die Typenbezeichnung lautet, wurde im selben Jahr erstmals produziert und war mit einem gerade mal 34 PS starken Mercedes Motor ausgestattet, besaß einen Absackstand und hatte eine Schnittbreite von heute milde belächelten 180 Zentimeter. Der im strahlenden Gelb lackierte Mähdrescher war der ganze Stolz seines Besitzers, der mit der Erntemaschine noch bis in 80 er Jahre für sich selbst und für etliche Freizeitbauern im „Lohndrusch“ unterwegs war. Immerhin 18 Doppelzentner in der Stunde schaffte der MD 18 S. Das waren Welten zum vorherigen Verfahren, als das Getreide mit der Korbsense (Reff) geschnitten wurde und die Garben mit „Ärnstricklin“ gebunden und per Fuhrwerk zur Dreschmaschine gebracht werden mussten. Dort brauchten die Bauern viel Geduld, denn das ganze Dorf bediente sich oft nur einer Dreschmaschine, so dass lange Schlangen von Fuhrwerken das Straßenbild prägten. Die Maschine wurde mit den Garben beschickt, das Getreide gedroschen, die „Frucht“ abgesackt und das ausgedroschene Stroh abgenommen und auf die Fuhrwerke verladen.

Manfred, der Sohn des Hermann Just wusste zu erzählen. „Noch bis vor wenigen Jahren lief der Motor unseres Mähdreschers tadellos, und solange unser Vater lebte wurde die Maschine mindestens einmal im Jahr angelassen, um die Leitungen offen zu halten“.

„Wir haben die Maschine auch mal laufen lassen“, bestätigt Josef Wittek „der Motor scheint in Ordnung zu sein“. Sprach´s und machte sich mit seinem Edelhelfer Rainer Keppelen, sogleich daran die Maschine vom Dreck und Staub, mittels Lappen und Druckluft zu säubern. Schon bald glänzte das Firmenlogo „LANZ“, ein bekanntes Aushängeschild des modernen Landbaus der Nachkriegsjahre, wieder in sattem Rot auf gelbem Grund. Strahlen war auch in den Augen der Oldtimerfreunde, die die „gute alte Zeit“ noch miterlebt hatten. Ein Probesitzen auf dem Führerstand und ein kurzes Feeling des „Helfers“ Hugo Feuerstein auf dem seitlichen Absackstand ging den fast wehmütigen „das waren noch Zeiten“ Gesprächen voraus.

Der Mähdrescher wird beim 4. Schleppertreffen am 22. Mai zu sehen sein. Er ist der Blickfang beim Schwerpunktthema „Ernte damals und heute“, in dessen Rahmen unter anderem ein Schmied vorführt, wie die Sensen durch das fachgerechte „Dengeln“ für das mühsame Schneiden der Garben vorbereitet wurden. Besuchen sie die Ausstellung des Heimatvereins Kronau bei der viele historische Schlepper, Traktoren und Bulldogs zu sehen sind und schwärmen sie mit, von einer „guten alten aber mühseligen Zeit“.

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Marode Eingangstorpfosten am Friedhof - Restaurierung soll angegangen werden

31.01.2011
(von Frieder Scholtes) Die beiden Torpfosten links und rechts des Haupteingangs zum Kronauer Friedhof weisen die eingemeißelten Zahlen A17 und 66 auf, also „anno 1766“. Der Friedhof wurde jedoch erst 1822 an seinen heutigen Platz verlegt, zuvor waren die Gräber rund um die Kirche angelegt. Das spricht dafür, dass die Torpfosten damals den Umzug der Gottesäcker in die Friedhofstraße mitmachten. Diese Annahme wird bekräftigt durch die Tatsache, dass die Kronauer Kirche in den 1760-er Jahren umgebaut wurde und wahrscheinlich der Eingang mit den repräsentativen Torpfosten versehen wurde. Seit mehr als 250 Jahren wurden die mit bildhauerischen Ornamenten versehenen Sandsteinsäulen von vielen Tausend Trauernden passiert, die ihren Lieben das letzte Geleit gaben und zu ihrem Gedenken um Ablass für deren Seelen beteten. Seit ehedem ist der Friedhof Treffpunkt der Hinterbliebenen, die Gräber pflegen und dabei auch ein Schwätzchen mit den anderen Besuchern halten. Friedhöfe gelten vor allem in den ländlichen Gebieten als Kommunikationsstätten ersten Ranges.

Deshalb muss die Pforte zu den Grabfeldern als eine Visitenkarte zu einer gemeindlichen Begegnungsstätte angesehen werden.

Dies sieht auch der Heimatverein Kronau so, dem solche ortsbildprägenden Kleinode sehr am Herzen liegen.
Der Zahn der Zeit hat dem weichen Sandstein sehr zugesetzt. Durch die Historie des Torensembles fühlt man sich aber verpflichtet, den Eingang in seiner Ursprungsform zu erhalten.
Der Vorsitzende Josef Wittek hat bereits den Steinmetzmeister Klaus Hillenbrand gebeten, die Kosten zu ermitteln, um schließlich die Instandsetzung mit Bürgermeister Jürgen Heß zu erörtern.
Wenn das Kostengefüge in den Rahmen passt, möchte der Heimatverein die Restauration in Auftrag geben.
Da die Absicht der Gemeinde, den vorderen Teil des Friedhofs schrittweise in gärtnerbetreute Grabfelder umzuwandeln schon weit fortgeschritten ist, wäre ein restaurierter Eingang eine passende Visitenkarte. In der letzten Gemeinderatssitzung kündigte Bürgermeister Heß das Vorhaben des Heimatvereins an, was angesichts der angespannten Finanzlage sehr willkommen ist.

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