banner

Presseberichte 2017

Diese Berichte stehen zur Auswahl (bitte anklicken, um direkt zum Bericht zu springen):

2017

  • Backofenfest - Nehmt Platz beim Kronauer Backofenfest - 21.05.2017
     
  • Volkstheater - „D `Weiwä senn än allem schuld“ - November/Dezember 2017
     
  • Einweihung “kleines Bild” -
     

Presseberichte 2017

Nehmt Platz beim Kronauer Backofenfest.

21. Mai 2017
(von Frieder Scholtes) Am Sonntag, den 21. Mai, Beginn 11.00 Uhr ist es wieder soweit. Dann erfüllt der Geruch von frischen Backwaren Kronaus Ortsmitte.

„Dass Gott ohn Arbeit Lohn verspricht, verlass dich drauf und backe nicht und wart die Taub könnt dir gebraten vom Himmel in den Mund geraten“, sagt ein altes Sprichwort, das nicht von ungefähr das mit viel Fleißarbeit verbundene Bäckerhandwerk anspricht.
Bäcker gab es zu allen Zeiten in allen Dörfern, Städten, aber auch abgelegenen Weilern und Ansiedlungen, wo sich die  Menschen zusammenschlossen um gemeinsam das Hauptnahrungsmittel herzustellen. Oft wurden die gemeinsamen Backtage  wöchentlich abgehalten und die Erzeugnisse auf einem  gemeinsamen Holzbackofen ausgebacken.
Dabei wurde das Feuer direkt in den Backkammern entfacht, die man bis auf mehr als 400 Grad erhitzte.
Nachdem man Glut und Asche von den Backflächen entfernt hatte, wurden diese ausgewaschen und nach dem Abkühlen um mehr als 100 Grad, die Teiglinge eingeschossen.
Dieses Prinzip verwenden die Bäcker des Heimatvereins Kronau bei ihren Backtagen auch heute wieder. Der Heimatverein ließ vor sechs Jahren einen großen Holzbackofen im ehemaligen Backhaus des Forsthauses einbauen. Auf zwei Etagen mit jeweils 2,6 qm Backfläche wurden inzwischen unzählige Teiglinge zu duftenden, krossen Broten, leckeren Kuchen nach Omas Rezepten und Fladen belegt mit frischen Zutaten.

Die Backofenfeste sind im großen Umkreis bekannt und legendär.

Dazu trägt auch die heimelige Atmosphäre der Kronauer Ortsmitte mit dem großzügigen Dorfplatz bei.
Gerne bleiben die Gäste etwas länger und lassen sich von den „Backprofis“ um Josef Ritschel, Klaus Hartard, Josef Wittek, Günter Himmelsbach und Andrea Schwager informieren.
„Bäcker und Müller sind die letzten, die Hungers sterben“, sagt ein altes Sprichwort, das trotz der Industrialisierung des Mahlens und Backens immer noch gilt, obwohl Großmühlen und Backkonzerne die Müller- und Backhandwerker in Stadt und Land beinahe ausgemerzt haben.

Vor allem deshalb möchte der Heimatverein Kronau an die alte Tradition anknüpfen. Viele Helferinnen und Helfer stehen parat um die Kuchen und Fladen vorzubereiten, sie mit Obst und sonstigen Zutaten zu belegen und mit Zimt, Zucker oder Käse zu bestreuen.

Wen es nach einem krachend krossen „Knärz´l“ gelüstet oder nach einem noch warmen Stück Blechkuchen, belegt mit Zimt, Rhabarber, Äpfeln, Rahm, vielleicht auch nach köstlichen Fladen, oben drauf leckere, frische Spargel, nach Pizza-Art mit Salami, nach Elsässer Art mit Schinkenspeckwürfeln oder vielleicht italienisch mit Mozzarella belegt, jeder findet etwas nach seinem Geschmack, auch wenn es nur eine heiße Wurst ist.

Der Kaffee zu den Kuchen ist obligatorisch, aber es darf auch Schlückchen Wein oder Bier sowie  ein alkoholfreies Getränk sein.
Man nimmt Platz im Forsthaushof, aber man kann die Backerzeugnisse auch gut verpackt mit nach Hause nehmen.
Manche Frau wird sich schließlich mit dem Spruch eines Unbekannten anfreunden.

„Eine Frau sollte so sein: „Elegant, fabulös und mit einem Bäcker verheiratet...,

nach_oben nach oben



Heimatverein Kronau: Volkstheater Krunämä mit Kuddl und Labbä spielt das Lustspiel

„D `Weiwä senn än allem schuld“

(von Frieder Scholtes)  Obwohl die Szenerien und Dialoge der Schauspieler des Öfteren sehr authentisch wirken,  versichern die Protagonisten, dass die Handlungen der Stücke frei erfunden sind. Die Volkstheaterstücke und Schauspieler genießen in Kronau schon Kultstatus und kaum sind die Ferien vorbei, werden die Fragen nach dem diesjährigen Theaterstück lauter. Nunmehr sollen die Fragen zum Teil beantwortet werden, denn aus der Dramaturgie der Stücke machen die Beteiligten ein gut gehütetes  Geheimnis. Niemand soll die Gags verraten, keine Pointe, die oft der eigenen Spontanität entspringen, soll öffentlich werden.
Na wenigstens bleibt den Ungeduldigen und Vorwitzigen die Spannung erhalten. Nur dem Autor dieses Berichts  wurde von der Geschichte des Films etwas verraten.

Ernst (Martin Vocke) ist ein Schlamper und Schnorrer, der bei seiner Schwester Lisbeth (Maria Heß) wohnt und auf deren Kosten lebt. Außerdem hat er nur Weibergeschichten mit  Sonja (Uta Türmer) und Stefanie (Marie-Louise Moch) im Kopf. Die Schwester  fährt in Urlaub und ist bei ihrer Rückkehr außer sich, weil die Wohnung vom Bruderherz zugemüllt wurde und dieser obendrein noch die Urne mit der Asche des Onkels nach Hause gebracht hat.

In das Chaos platzt Ernst einfältiger Freund Waldemar (Josef Wittek), der das Durcheinander perfekt macht.
„D `Weiwä senn än allem schuld“, allein der Titel lässt Spielraum über die Gründe dieser Aussage zu. Die Mundart ist natürlich von ausgereifter Rustikalität und lässt die Gemütsverfassungen der Figuren viel besser transportieren. Sie ist direkt und aussagekräftig und hier ist nicht der der lesen kann im Vorteil, sondern der das echte ursprüngliche Krunämerisch versteht.
Der bodenständige Witz, die Wortklaubereien und die direkten manchmal auch derben Sprüche, sorgen für viel Arbeit die Bauchfelle des Publikums.

Das Lustspiel wird wie immer an drei Abenden in der Mehrzweckhalle Kronau gespielt. (Samstag, 25.11. 19.30 Uhr, Sonntag,  26.11, 18.00 Uhr. und Samstag, 02.12. 19.30 Uhr)

Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag, den 02. November 2017.
-Eintrittskarten werden ausschließlich im Vorverkauf angeboten. -
Bei den jeweiligen Veranstaltungen gibt es keine Abendkasse.

Der Eintritt beträgt 6,- Euro

Vorverkaufsstellen:
Optik Geider, Hauptstraße 32, Kronau, Tel. 07253/6429
Lotto / Farben / Tapeten Dammert, Kronau, Kirchstraße 20, Tel. 07253/4840
 

nach_oben nach oben


Kleines Bild in Kronau geweiht
Zeugnis großer Volksfrömmigkeit

(von Frieder Scholtes)
„Amica mea est„ , stand über dem alten „Kleinen Bild“, das an der Landesstraße 555, die von Waghäusel über Kronau in den Kraichgau führt, seit Urzeiten stand. Die Ur-Straße des heutigen Autobahnzubringers wurde einst vom Speyerer Fürstbischofs Franz Christoph Freiherr von Hutten (1743-1770) gebaut und führte vom Schloss Kislau schnurgerade zur Eremitage in Waghäusel, deren Hauptbau durch von Hutten um vier neue Flügel erweitert wurde.

Die eingangs erwähnte Inschrift „Amica mea est, Du bist meine Freundin“, deutet darauf hin, dass der Bildstock aus dem Jahr 1745 als Gebetsstation für die Wallfahrer aus dem östlichen Hoheitsbereich der Speyerer Bischöfe diente.

Das „Kleine Bild“, das schon einmal versetzt wurde, war trotz steter Pflege durch eine Kronauer Familie, marode. Josef Wittek, der Vorsitzende des Heimatvereins, der sich den Erhalt der Kronauer Kleindenkmale in die Satzung geschrieben hatte, nahm sich der Sache an,  machte sofort Nägel mit Köpfen. Er gab eine neue Stele in Auftrag, die vom Kronauer Steinmetz Klaus Hillenbrand aus gefertigt wurde.

Eine kleine zur inneren Einkehr einladende Anlage, schufen Kronaus Bauhof-Mitarbeiter unter Mithilfe des Gärtners Heinz Stegmeier.

Dieser Tage wurde das neue „Kleine Bild“ vom Regens Dr. Christian Heß unter zahlreicher Beteiligung der Kronauer Bevölkerung, eingeweiht. „Wir rechnen nicht, wir machen das“, sagte Josef Wittek den Anwesenden, der sich bei den Helfen und der politischen Gemeinde bedankte. Das bestätigte auch Bürgermeister Burkard dem umtriebigen Vereinsvorsitzenden.
Frank Burkard sagte, „dass die Kronauer hier ein weiteres Bekenntnis zu ihrem christlichen Glauben sichtbar gemacht haben. Der ehemalige Schultes Jürgen Heß rief die frommen Kleinode mit viel Detailwissen in Erinnerung.
Christian Heß sprach vom „Kleinen Bild mit großer Wirkung“. Er ermunterte die Gläubigen das Denkmal anzunehmen, denn „Gott ist an jedem Ort, an dem gebetet wird“.
Die Fürsprache Marias erbaten die Gläubigen nach der Einsegnung mit dem voller Inbrunst gesungenen Marienlied: „Segne Du Maria, segne mich Dein Kind, dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find!“
 

nach_oben nach oben


 

© Heimatverein Kronau 2009 - 2019                         Impressum