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Presseberichte 2015

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2015

Presseberichte 2015

Krunämä mit Kuddl un Labbä“ - Bruchkuh, Dusseli, Dalfäquadd,

23.11.2015
(von Frieder Scholtes )Das Auditorium kam aus der gesamten Region um Kronau und kaum zur Ruhe, denn die Angriffe der Volkstheater Akteure des Heimatvereins Kronau auf dessen Zwerchfelle, dauerte geschlagene ununterbrochene, die Pause berücksichtigte, zweieinhalb Stunden. Wenn in Kronau Theaterzeit ist beben die Bühnenbretter, die Sprache versteht nur wer im Umkreis von geschätzten 20 km geboren oder aufgewachsen ist.
Dennoch sollten der Heimatverein Vokabelbüchlein auslegen, denn viele der barocken Ausdrücke mussten von dem ein oder anderen Besucher hinterfragt werden.
Sie lebten wieder die Mimen von „Kuddl und Labbä“, wie sich das Ensemble des Heimatvereins nennt. Ja sie lebten tatsächlich ihre Rollen, wie man sie aus dem täglichen Leben kennt, authentisch, schnoddrig und zungenschnell.

„D´Oma hod alles em Griff“, doch nix war´s mit Nomen est Omen, denn die Oma (Maria Heß) hatte alles im Griff nur sich selbst nicht. Die Möchtegern Autorität hatte ihre kleinen „spritistischen“ Schwächen. Sie wurde auch zur Kupplerin, weil ihr Enkel der etwas einfältige Bauer Stefan (Thorsten Moch) eines landwirtschaftlichen Anwesens noch immer ledig war. Er, sowie die Knechte Bert´l (Josef Wittek) und Hannes (Martin Vocke) litten unter der miserablen Kochkunst der Hauswirtschafterin Gretel (Uta Türmer). Auf dem benachbarten Bruchhof lebte die Bruchhofbäuerin („Bruchkuh“)Elsa (Karin Weidner), eine äußerste kampflustige aber hässliche Walküre („dere ihrän Vaddä hot sie oigspärd wonn Spämüll war“) und deren apartes Schwesterlein Julia (Marie Louise Moch), die durch ihre Ausbildung als Hauswirtschafterin eine ideale Heiratskandidatin für Oma Florines Bauernenkel war.

Allerdings hatte der Vater der beiden Bruchhof - Damen ein schweres Vermächtnis ins Testament geschrieben. Zuerst musste die streitsüchtige Els unter die Haube, dann durfte Julia, die inzwischen in den Nachbarbauern verliebte Wunschkandidatin, vor den Altar.
Der schmächtige (Zässerle) Hannes schließlich traute sich zu, die von ihm Angehimmelte Els zu zähmen, während Oma Florine verwirrt, durch eine Verwechslung der Liebes- und der Abführtropfen, die beim windigen „Rumlääfer“ und Hausierer (Helmut Braunecker) erworben wurden, dem Großknecht Bert´l an die Wäsche ging und ihn durch eine gewaltige Alkoholattacke willig machte: „Florine schmeiss doi Heizdeck nauss, doi Bettflasch kummt“.
Die Sprüche, Kalauer und Wortakrobatik, die urkomische Mimik und die halsbrecherische Akrobatik beim Tanz der Alkoholbeseelten ließen die Zuschauer beim Lachen um Luft ringen.
„D `Oma hod alläs äm Griff“ wurde als Dreiakter konzipiert, in Eigenregie inszeniert und neben der Textsicherheit mussten die Protagonisten auch eine gehörige Portion Leidensfähigkeit bei den körperlichen Attacken, mitbringen.

Der Premiere am Samstag folgte eine zweite Vorstellung am Sonntag, die beide seit langem ausverkauft waren. Die dritte und letzte Darbietung folgt am kommenden Samstag, 28.11. um 19.30 Uhr, wiederum in der Mehrzweckhalle Kronau. „Komödien verlangen Komödianten, Lustspiele lediglich lustige Spieler“, sagte Ernst Heiter, authentische halt, wie die vun „Krunämä mit Kudd´l und Labbä“.
Frieder Scholtes

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Heimatverein Kronau - Der Countdown läuft

17.11.2015
(von Frieder Scholtes) Der Countdown läuft nur noch Stunden, bevor es heißt Vorhang auf für „D´Oma hod alläs äm Griff“. Das Lampenfieber der Akteure der Heimatvereinsbühne „Krunämä mit Kudd´l und Labbä“ nähert sich der roten Zone, obwohl man, ob der umfangreichen Vorbereitungsarbeiten, sich dieses überhaupt nicht leisten kann.

Im Stück gibt die Oma den Ton an und strickt ihre Machenschaften zu einem schonen Wirrwarr um Eigentum und Liebe. Ob da jedes Töpfchen sein Deckelchen findet erfährt der Besucher am Samstag und Sonntag, sowie eine Woche später bei einer dritten Aufführung. Es sind noch Restkarten zu haben.
Fragen Sie bei den Vorverkaufsstellen.

Noch einmal der Hinweis: Es gibt keine Abendkasse.

Aufführungen: Samstag, 21.11. 19.30 Uhr, Sonntag, 22.11. 18.00 Uhr, Samstag 28.11.19.30 Uhr jeweils in der Mehrzweckhalle.
Vorverkaufsstellen: Toto/Lotto Elsa Dammert, Kirchstraße 20, Kronau und Geider Optik, Hauptstraße 32, Kronau

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Gedenken an Kronauer Opfer des 2. Weltkrieges

15.06.2015
(von Frieder Scholtes) 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges gedenkt man auch in Kronau dem weltweiten massenhaften Sterben, dem verheerenden Flächenbrand, das Städte bodeneben bombte und nicht nachzuempfindendes Leid über fast alle Familien brachte. Irmgard Gaßner und Thorsten Moch, Mitglieder des Kronauer Heimatvereins, überreichten Bürgermeister Jürgen Heß ein kleines Buch, in dem nicht die Textzeilen den Betrachter ansprechen, sondern die Bilder Bände sprechen.
Irmgard Gaßner ist Zeitzeugin und war beim Ende des Völkermordens 17 Jahre alt. Alt genug, um mitzubekommen, wenn Kinder zu Halbwaisen, Ehefrauen zu Witwen wurden und Mütter manchmal mehrfach die geliebten Söhne verloren. Die Überbringung der Todesnachrichten war in den Kriegsjahren Aufgabe des damaligen Bürgermeisters.
 

Irmgard Gaßner hat nach dem Krieg alle betroffenen Familien besucht und sie um ein Foto gebeten, um den Gefallenen, sei es auch nur mit einer Broschüre, die letzte Ehre zu erweisen und den Nachkommen ein Zeugnis von Gram und Leid zu geben.
Bilder fand sie auch im Archiv der Deutschen Kriegsgräberfürsorge.
„Die Bilder sollen Mahnung sein, sollen Regierungen und Parteien warnen, leichtfertig mit dem seit 70 Jahren dauernden Frieden umzugehen“, sagt die 87 jährige bei der Übergabe.

Von B wie Bachmann und Bechtler über M wie Mächtel, Marterer und Moch bis zu V,W und Z, wie Vetter, Vocke , Wittek und Zimmermann umfasst das Buch die Bilder, geknickt, zerschlissen, gebleicht und zerkratzt - insgesamt 250 Bilder von 259 Kronauer Toten, die gefallen oder durch Greueltaten während des 3. Reiches ums Leben kamen.
Die meisten Fotos, die Gefallenen in Uniform zeigen, obwohl manche junge Gesichter stolz blicken, andere freundlich lächeln und nicht ahnen, dass das oft junge Leben bald zu Ende ist, soll das kein Heldenepos erzeugt werden.

Mit aufgezeichnet sind auch die Toten aus Kronau, die durch den Bombenangriff auf Bruchsal am 1. März 1945 zu Tode kamen und mangels Transportmöglichkeiten zum Teil von den Angehörigen auf dem Leiterwagen in die Heimatgemeinde überführt wurden.
Wer die letzte Seite aufschlägt, auf der die Bildflächen frei blieben und dort lediglich die Todesstätten wie „Wiesloch (Landesheilanstalt)“, „Hadamar“ und „Dachau KZ“ eingetragen sieht, dem erschließt sich, dass auch Kronau Euthanasieopfer zu beklagen hatte. Die Sisyphusarbeit von Irmgard Gaßner wurde unterstützt von Thorsten Moch, der die Fotos sortierte und digitalisierte.

Bürgermeister Jürgen Heß dankte den Protagonisten für Geduld und Fleiß, er selbst kenne so manchen der Soldaten aus Erzählungen der älteren Verwandten und Bekannten. „Gerade bei der älteren Generation ist die Erinnerung an den Bruder, den Vater oder Verwandten immer lebendig.“

Für die aktuelle junge Generation sollte das ständige Gemetzel um Macht und Gier an vielen Brennpunkten in aller Welt Mahnung genug sein, damit sie in den Bemühungen, den Frieden zu bewahren, niemals nachlassen. Vielleicht können Werke wie das von Irmgard Gaßner und Thorsten Moch den Blick dafür schärfen.

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Heimatverein gestaltete zum dritten Mal Fronleichnamsteppich vor dem Kirchenportal

08.06.2015
(von Frieder Scholtes) Wie sehr das christliche Brauchtum in Kronau lebt und gelebt wird, bezeugten an Fronleichnam viele Teilnehmer am Gottesdienst und an der folgenden Prozession und am eucharistischen Segen.
Nach der Zusammenlegung der drei Kirchengemeinden St. Lambertus Mingolsheim und St. Vitus Langenbrücken mit der Kronauer Pfarrgemeinde St. Laurentius zu einer Seelsorgeeinheit lasen die Kronauer Ruhestands-Pfarrer Andreas Heß, als für die Liturgie verantwortlicher Zelebrant und Alois Zimmermann sowie deren Pensionskollegen Pfarrer Grünling und Pfarrer Speckert als Konzelebranten, die Heilige Messe und führten die Prozession an und zogen mit dem Gläubigen zum feierlichen Abschluss mit Tantum Ergo und Te Deum in die Pfarrkirche ein.

Sie freuten sich ganz besonders über die Gestaltung der Prozession durch den Musikverein die Teilnahme Kronauer Vereine, der Kommunion Kinder und des Kirchenchores. Auch viele Gläubige hatten sich dem von mit Inbrunst gesungenen Liedern und Fürbitten begleiteten Zug durch Kronaus Straßen zu den jeweiligen wunderschönen von Kronauer Bürgern gestalteten Altären, angeschlossen.

Blumenteppiche mit Darstellungen der typischen Symbole für den Leib Christi erinnerten auf und an den Straßen, an Häusern und Fenstern an das Fronleichnamsfestes und an die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie.

Der Heimatverein hat mit großem Aufwand einen großen Blumenteppich vor dem Kirchenportal gestaltet. Weitere Familien hatten sich bei der Gestaltung weiterer schöner Blumen-Arrangements rund um die Stationsaltäre viel Mühe gegeben.

Die immer noch bestehende Volksfrömmigkeit spürte man besonders bei den Liedern aus dem großen geistlichen Repertoires des Musikvereins, die dieser während der Prozession anstimmte. „Ein Haus voll Glorie schauet...“ zum Einzug in die Pfarrkirche und „Großer Gott wir loben dich… „ nach dem eucharistischen Segen, bei dem der hehre Klang des Orchesters den mächtigen Kubus des Kirchenschiffs vollkommen ausfüllte und zudem alle Kirchenglocken läuteten, erzeugten bei vielen Gottesdienstbesuchern ein anhaltendes Gänsehautfeeling. Viele Gottesdienstbesucher schöpfen aus der letzten Zeile der ersten Strophe des Liedes, das von vielen Glaubensgemeinschaften gesungen wird neu Hoffnung „Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit“.

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Backofenfest Kronau - Run auf knusprige Köstlichkeiten

18.05.2015
(von Frieder Scholtes )„Das letzte was wir wollen, sind Wetterkapriolen“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins Kronau Josef Wittek als er die Vorhersagen des Wetterdienstes hörte, aber wie schon öfter ließ sich Petrus seine Regenspielereien nicht verbieten und so nieselte es auch am frühen Sonntagmorgen leicht aber beständig. Doch mit jeder Rauchwolke, die den Schornstein des Heimatverein Backofens verließ, klarte der Himmel auf.

Da kamen wie die Jahre zuvor, wieder viele Freunde des rustikalen Backgenusses aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe und aus dem benachbarten Rhein-Neckar-Kreis um sich die köstlichen Hefe- und Süßteig- Erzeugnisse aus dem Kronauer Holzbackofen einzuverleiben. Fast zwei Tage und (halbe)Nächte werkelten, kneteten und backten die Helferinnen und Helfer rund um die beiden Bäckermeister der Familie Ritschel, die das notwendige Know-how beisteuerten.

Mehr als 500 Brote, über 120 Apfel-, Erdbeer- Rhabarber-, Zimt-, Rahm-, Streusel und Kranzkuchen, , unzählige Hawaii-, Salami-, Tomaten-Mozzarella-, Spargel und Elsässer Fladen und das leckere neu kreierte „Käsebrot á la Günter“ gingen über die Ladentheke. Am frühen Nachmittag war kaum noch ein Sitzplatz zu bekommen und die im Forsthof- und Scheune installierte Gastronomie ausgebucht. Schon um 13.00 Uhr waren die Bäcker noch einmal die Knetmaschine an um neuen Teig für die beliebten Fladen zu produzieren.

Die Helferinnen in der Forsthofküche arbeiteten auf Hochtouren und es war abzusehen, dass der Heimatverein alsbald das alte Sprichwort anwenden konnte: „Das Frühstück iss alleine,
das Mittagessen teile mit dem Freunde, das Abendbrot überlass dem Feinde“, denn ab 16.30 Uhr war nichts mehr da.

„Wir freuen uns“, so sagten Josef Wittek und Josef Ritschel übereinstimmend, „dass unsere Erzeugnisse so gut angenommen werden, und trotz erhöhter Stückzahlen alles verkauft wurde“.
Wittek bedankt sich herzlich bei allen Helfern, sein besonderer besonders Dank galt aber seinen Bäckern, die wegen des Ausfalls von zwei Profis ihre Arbeitszeit erhöhten und in allen Schichten mitarbeiteten.

Er dankte auch Wolfgang Schwager der am arbeitsreichen Samstag für ein schmackhaftes Mittagessen sorgte und dem Gemüse- und Spargelhof Hunger für die Spargelspende, mit denen die leckeren Fladen belegt wurden.

Weitere Presseberichte auf auf der Homepage der Gemeinde Kronau

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