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Presseberichte 2009

Diese Berichte stehen zur Auswahl (bitte anklicken, um direkt zum Bericht zu springen):

2009

Presseberichte

Bericht
Zäh Johr „Krunämä mit Kudd´l und Labbe

12.11.2009
(von Frieder Scholtes) „Allä Johr widdä“ so hieß ein Theaterstück 2007 und alle Jahre wieder, sind in Kronau und der näheren Umgebung am vorletzten Novemberwochenende viele Freunde des Kronauer Mundart-Theaters „Krunämä mit Kudd´l un Labbä“ elektrisiert. So auch heuer, wenn es am 21.11. wieder „Bühne frei und Vorhang auf“ für die Premiere des Dreiakters „Än Krunä isch schee wuhnä“ heißt. Zum zehnten Mal erfährt das nahezu unveränderte Ensemble eine riesige Publikumsresonanz, welche die Plätze in der Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz füllt. Das war bereits beim ersten „Vorhang Auf“ im Jahr 2000 so, als Birgit Gassner, Uta Zimmermann (jetzt Türmer), Thorsten Moch, Maria Heß und Josef Wittek, die bis heute noch dem Ensemble angehören, ihr Debüt auf der Kronauer Heimatbühne gaben. „Än Monn fod Rosl“ wurde damals gesucht und die Umstände der Kuppelei-Bemühungen brachte damals halb Kronau zu Wiehern.

Um gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, die mit viel Wortwitz und Klamauk gekittet wurden, um Raffgier und Bauernschläue ging es schließlich in fast allen Stücken, die aufgeführt wurden.  „Der 80. Geburtstag“ bestätigte die Theatergruppe, bei der nun Helmut Braunecker debütierte, in ihren Bemühungen das Mundarttheater fortzuführen, ebenso wie die folgenden Stücke „Liwä liejä wie fliejä“ (2002) und „S´kummt immä anäscht, wie mä denkt“ (2003). Seit diesem Jahr firmiert die Theatergruppe auch unter dem Namen „Krunämä mit Kudd´l un Labbä“.

Den Rathauschef mit „Bulldogfimmel“ mimte Josef Wittek 2004 im Stück „Sie isch do inkognito“, in dem sich die Darsteller einmal mehr mit ihren altdialektischen Raritäten übertrafen.  Auch im wirklichen Leben ist der Kronauer Bürgermeister, der allerdings Jürgen Heß heißt, ein eingefleischter Anhänger der „Muddersproch“. Deshalb übernahm er nicht nur seit Beginn der Theateraufführungen die Schirmherrschaft über die Veranstaltungen, sondern war, zusammen mit seiner Frau Nadja (zwei echte Krunämä mit Kudd´l un Labbä), auch im Arbeitskreis für das Mundartbuch des Heimatvereins, „Grunämärisch - des isch unsä Sprooch“, aktiv.

Mit einer dritten Aufführung wurde der Heimatverein im Jahr 2004 der großen Nachfrage durch das Publikum gerecht. Die Theateraufführungen hatten inzwischen Kultstatus erreicht, die Schauspieler hatten sich längst in die Herzen der Theatergemeinde gespielt. Publikumsliebling Josef Wittek sah das so. „Eigentlich habe ich am Anfang nur für drei Theaterjahre zugesagt, aber das Ganze hat mir sehr viel Spaß gemacht, da hab ich noch keinen Gedanken ans Aufhören verschwendet“.

Im Jahr 2005 wurden die Mundartfreunde mit dem Stück „Der Speck muss weg“ in eine Kurklinik entführt, 2006 in „Nie widdä Theadä“ in die Dramaturgie eines ganz normalen, aber boshaften Familienlebens. Wolfgang Ramp war der Neue in der Theatercrew.
In Weihnachtsstimmung kamen die Zuschauer beim Dreiakter „Allä Johr widdä“, ob der gnadenlosen, teils zynischen, unglaublich direkten Wortwahl („Du hosch ä Saulapp“) erst gegen Ende des Stücks, als sich alles in Friede – Freude -  Eierkuchen - aufgelöst hatte und Ensemble, in welchem erstmals Marleen Strominski mitspielte, und Publikum das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“ anstimmten.

„Wer hot Milljune än Krunä“ lautete die Frage im vergangenen Jahr, als die Zwerchfelle der Besucher Hochleistungssport zu betreiben hatten und die Darsteller Gier triefende Figuren zu verkörpern hatten, was allen prächtig gelang, fast wie im täglichen Leben eben.
Überhaupt liegt der große Erfolg des Kronauer Mundarttheaters an der Perfektion, mit der sich die Darsteller in ihren Rollen leben. Schlagfertigkeit, Bauernschläue, Schadenfreude, gemixt mit viel Mutterwitz, das ist der Erfolg für zehn „Krunämä mit Kuddl un Labbä“ und Grund genug „fär en odentliche Graddl“.

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Bericht
Restaurierung Waldkreuz - Kruzifix unter neuem Dach

26.10.2009
(von Frieder Scholtes) Ein neues glänzendes Kupferdach bekam der Korpus Christi des Waldkreuzes im Gewand Grund. Gerade in der Vorwoche wurde das Kleinod an gleicher Stelle vorgestellt. Heute können wir über die gelungene Restaurierung des Denkmals berichten. Der Heimatverein stellte das Material zur Verfügung, das von Theo Ritschel in mühevoller Kleinarbeit zu einem Dach verarbeitet wurde. Das alles machte der überaus talentierte „Hobbyspengler" zur Ehre Gottes in seiner Freizeit. Den Sockel des Kleindenkmals restaurierte derweil der Kronauer Restaurator und Steinmetz Klaus Hillenbrand, indem er in diverse Bohrlöcher Steinhärter füllte und die Löcher mit Sandsteinmaterial wieder verschloss.
Auch die Bolzen, die den Korpus halten sollen wurden neu befestigt, der Körper des Gekreuzigten wird in den nächsten Tagen wieder angebracht.

Um die Anlage zu vollenden werden um Sockel und Kreuz in den nächsten Wochen Sandsteinplatten gelegt.
Damit ist der Heimatverein seinem Anliegen die Kronauer Kleindenkmale zu erhalten wieder ein Stückchen näher gekommen.

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Zipperlins Gedenkstätte aufgewertet

(von Frieder Scholtes) „Frisch und grün wie des Waidmanns Farbe“ sollte das Gedenken an den Forstgehilfen Sebastian Zipperlin bleiben, der am Dreikönigstag 1827 von einem unerkannten Wilderer erschossen wurde. So gebietet es die Inschrift auf dem kleinen Mahnmal am authentischen Tatort im Kronauer Wald, dessen gruseliger Hintergrund längst einer wildromantischen Idylle gewichen ist. Dies erkannten auch die beiden Unternehmer-Ehepaare Hubert und Maria Zimmermann und Emil und Gabriele Klumpp beim sonntäglichen Spaziergang. Aber was fehlte, um angenehm verweilen und sich angemessen für den Rückweg stärken zu können, war ein Tisch zwischen den schon vorhandenen Bänken. Der Mangel wurde erkannt und nach Rücksprache mit den zuständigen Gremien umgehend beseitigt. Ein stabiles Möbelstück, das auch etwas opulenter angereicherten Pausen standhält, wurde umgehend gefertigt und der Allgemeinheit zum Wohle gespendet. Das war ein Grund für den Heimatverein und die Gemeindeverwaltung den großzügigen Spendern herzlich zu danken.

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Heimatverein Kronau - Werzwisch zur Kräuterweihe

(von Ismene Heß) Der Heimatverein Kronau möchte auch in diesem Jahr an die alte Tradition erinnern: Die traditionelle Kräuterweihe. Es geht dabei um den jahrhundertelang praktizierten Brauch, zu Maria Himmelfahrt sich einen „Werzwisch“, also ein Kräutergebinde zu fertigen. Mitglieder des Heimatvereins werden ihre zuvor gefertigten „Werzwisch“ am 15. August um 19.00 Uhr in die katholische Pfarrkirche „St. Laurentius“ bringen, wo im Rahmen des Gottesdienstes zu Maria Himmelfahrt auch eine Kräuterweihe stattfindet.
Schon im vergangenen Jahr realisiert, hat der Heimatverein eine Broschüre herausgegeben, die quasi als Anleitung für die Herstellung eines „Werzwisches“ dienen kann. Die Inhalte wurden durch die Mitglieder des Arbeitskreises „Werzwisch“ zusammengetragen. Die Broschüre widmet sich zunächst in einem kleinen Abschnitt allgemeinen Definitionen zum Begriff, der Bedeutung und der Herkunft des „Werzwisches“. Anschließend werden insgesamt 36 Kräuter in Text und Bild dargestellt, von „A“ wie Arnika bis „Z“ wie Zitronenmelisse.
Die Broschüre, die zu einem Selbstkostenpreis von 4,50 Euro erworben werden kann, wird vor und nach dem Gottesdienst zu Maria Himmelfahrt vor der Pfarrkirche „St. Laurentius“ in Kronau von den Mitgliedern des Heimatvereins angeboten.

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Kriegerdenkmal wird neu gestaltet - Heimatverein erbringt Eigenleistung

(von Andreas Henninger) Wer in diesen Tagen am Kronauer Kriegerdenkmal in der Kirrlacher Straße vorbeikommt bemerkt dort eifrige Arbeiter. Es handelt sich um die Mitglieder des Heimatvereines, die unter der Regie des Gemeindebauhofes um Maurermeister Helmut Tropf eine Umgestaltung des Bereiches um das Kriegerdenkmal vornehmen. Zunächst wurde das Geländer entfernt, nach seiner Sanierung wird es wieder angebracht. Das Pflanzbeet und die beiden Platanen bleiben ebenfalls erhalten. Ersetzt wird jedoch der Asphalt im Gehwegbereich durch ein hochwertiges Natursteinpflaster, das farblich gut zum roten Sandstein des Denkmals passt.
Das Denkmal selbst wird abgestrahlt, danach wird die Oberfläche mit speziellen Materialien behandelt. Dem fertig gestalteten Bereich soll anschließend eine Sitzbank folgen, die zum Verweilen einlädt.

„Die Finanzierung der Umgestaltung übernimmt der Heimatverein, ausserdem machen unsere Mitglieder so viel wie möglich selbst“, so deren Vorsitzender Josef Wittek.

Bürgermeister Jürgen Heß freut sich über dieses Engagement und spricht dem Heimatverein anlässlich der Baustellenbesichtigung bereits den Dank der Gemeinde und der Bevölkerung aus.

Weitere Presseberichte auf auf der Homepage der Gemeinde Kronau

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